2020 – Was für ein Jahr war das? Die Pandemie hat die Arbeitswelt immens verändert: Die meisten Unternehmen mussten große Veränderungen vornehmen – insbesondere, wenn es darum geht, wie und wo wir arbeiten.

Arbeitsumgebungen sehen ganz anders aus als vor einem Jahr. Dies bedeutet, dass sich auch die Art und Weise geändert hat, wie Unternehmen neue Mitarbeiter einstellen und an Bord nehmen.

Um sich auf eine Post-COVID-Welt vorzubereiten und der „neuen Realität“ zu entsprechen, müssen Unternehmen das Onboarding-Erlebnis überdenken.

Welche Lehren haben wir aus dem letzten Jahr gezogen? Wie können Organisationen ihren Onboarding-Prozess im Jahr 2021 aktualisieren? Obwohl wir immer noch in der Pandemie leben und weitere Veränderungen unvermeidlich sind, freuen wir uns Ihnen 5 Onboarding-Trends für das Jahr 2021 vorzustellen.

 

1. Remote-Onboarding

Für viele Unternehmen ist Remote Working zur neuen Normalität geworden. Während dieser Trend in den letzten Jahren aufgeholt hat, hat die COVID-19-Situation ihre Dringlichkeit beschleunigt.

Zum Beispiel haben Unternehmen wie Twitter, Mastercard und Salesforce kürzlich angekündigt, dass die Arbeit von zu Hause aus, bleiben wird.

 

„Fast 75% der Unternehmen planen, nach COVID mehr Remote Work zu etablieren.“ – Gartner (2020)

 

Andere Organisationen wie Microsoft planen die Einführung eines „hybriden Arbeitsplatzes“, der den Mitarbeitern nach Beendigung der Pandemie mehr Flexibilität bietet.

Diese Veränderung des Arbeitsumfelds verändert auch den Prozess der Einstellung neuer Mitarbeiter.

„Sowie Onboarding-Aktivitäten, als auch Performance Management und sogar Entlassungsentscheidungen beruhten auf persönlichen Gesprächen. Die Personalabteilung muss die aktuellen Praktiken neu erfinden, um diese Situationen in einer digitalen Welt effektiv bewältigen zu können “, sagt Human Resources Today.

Stellen Sie sich einen neuen Mitarbeiter vor, der Ihrer Organisation beitritt. Anstatt ein Büro oder einen Arbeitsbereich zu betreten, beginnt er oder sie den ersten Arbeitstag mit dem Login von zu Hause aus.

Insbesondere die soziale Integration Ihres neuen Mitarbeiters in das Unternehmen ist im Home Office sehr unterschiedlich.

Die Vernetzung mit neuen Kollegen an der Kaffeemaschine oder spontane Lernmöglichkeiten durch informelle Interaktionen mit Kollegen werden jetzt verpasst.

Daher müssen Unternehmen alternative Wege finden, um sicherzustellen, dass sie immer noch den gleichen Informationsstand und das gleiche Gefühl der Verbindung mit dem Unternehmen bieten wie bei einer persönlichen Onboarding-Erfahrung.

Infolgedessen werden mehr Unternehmen traditionelle Onboarding-Prozesse loslassen und auf Remote- oder virtuelles Onboarding umsteigen. Dies bringt uns zum nächsten Trend.

 

2. Digitalisieren und automatisieren Sie den Onboarding-Prozess

Eine unumgängliche Möglichkeit, neuen Mitarbeitern ein Remote-Onboarding-Erlebnis zu bieten, ist der Einsatz von Technologie.

Durch die Digitalisierung des Onboarding-Programms, beispielsweise mithilfe eines Cloud-basierten Onboarding-Tools, können Unternehmen Neueinstellungen einen einfachen Zugriff auf die richtigen Informationen und Kenntnisse an jedem Ort bieten, um sie zu motivieren, zu binden und schneller produktiv zu machen.

„85% der Unternehmen setzen bereits neue Technologien ein, um Mitarbeiter einzuarbeiten.“ – Gartner (2020)

Durch die Verwendung einer digitalen Plattform können Unternehmen auch bestehende individuelle Onboarding-Prozesse in digitale Assets umwandeln, die sie einfach wiederverwenden und aktualisieren können.

Erstellen Sie beispielsweise ein qualitativ hochwertiges Video, das einige der menschlichen Interaktionen aus früheren Zeiten ersetzen kann, z. B. eine Onboarding-Präsentation von Abteilungsleitern.

Unternehmen haben die Chance, das Onboarding-Programm mit unterhaltsamen und überraschenden Inhalten zu innovieren, wodurch eine interaktives, ansprechendes und positives Mitarbeitererlebnis entsteht.

Die Implementierung neuer Technologien bietet Unternehmen auch die Möglichkeit, sich wiederholende HR-Aufgaben zu automatisieren und die Effizienz zu maximieren.

Die Integration einer Onboarding-Plattform in andere HR-Kernsysteme wie SSO oder ATS reduziert beispielsweise die Arbeitsbelastung und sorgt für ein nahtloseres Onboarding-Erlebnis für den neuen Mitarbeiter.

 

3. Reboarding der gesamten Belegschaft

Natürlich wird nicht jedes Unternehmen seine Mitarbeiter bitten, für immer von zu Hause aus zu arbeiten. Einige Neueinstellungen, die virtuell an Bord kommen, werden nach Aufhebung der Richtlinien zur sozialen Distanzierung an den Arbeitsplatz kommen.

Sobald sie im Büro sind, werden sie in einer völlig neuen Umgebung sein und wieder der „Neuling bei der Arbeit“ sein. Während des Remote-Onboarding erhielten Neueinstellungen Informationen über ihre Rolle und die Organisation. Jetzt müssen sie sich sozial in ihr Team integrieren.

Neue Mitarbeiter müssten sich die Normen des Remote Arbeitens angewöhnen und die Verhaltensweisen und kulturellen Normen des physischen Arbeitsplatzes lernen, wie HR Daily Advisor erwähnt.

„Reboarding ist ein völlig neuer Schritt in der Employee Experience, den es vor der Pandemie noch nicht gab.“

Dieser „Reboarding“-Prozess, bei dem die Belegschaft nach der Fernarbeit wieder an den Arbeitsplatz zurückkehrt, wird jedoch nicht nur auf neue Mitarbeiter angewendet.

Unternehmen sollten ihre zurückkehrenden und derzeitigen Mitarbeiter nicht vergessen – da die Verlagerung von der Arbeit von zu Hause zur Arbeit im Büro nach der Pandemie alle betrifft.

Für aktuelle Mitarbeiter ist der Arbeitsplatz nicht mehr derselbe wie zuvor. Sofortige und laufende COVID-bezogene Änderungen können bei allen Mitarbeitern zu Unsicherheit und Ängsten führen. Diese Bedenken müssen angegangen werden, und die Unterstützung dieser Bedenken muss Teil der Kultur werden.

Daher muss die Personalabteilung über einen Plan für die Rückkehr zur Arbeit / das Reboarding für die gesamte Belegschaft nachdenken, um alle Mitarbeiter, einschließlich Neueinstellungen, zu unterstützen und sich (neu) mit dem neuen „Business as usual“ vertraut zu machen.

 

4. Treffen Sie datengetriebene Entscheidungen

Die Coronakrise hat das Thema Employee Centricity einen Schub gegeben, schreibt Heleen Mes, eine Expertin für Employee Experience bei PW. Was brauchen Mitarbeiter, um in diesen Zeiten die beste Version ihrer selbst zu sein?

Durch die Digitalisierung des Onboarding-Prozesses können Unternehmen den Onboarding-Prozess von Neueinstellungen leichter verfolgen und Daten sammeln, um bessere Entscheidungen zu treffen.

Durch die Aufnahme einer Umfrage in die digitale Onboarding-Plattform können Unternehmen beispielsweise Fragen stellen wie:

  • Wie fühlen sich neue Mitarbeiter beim Onboarding?
  • Fühlen sie sich gut unterstützt?
  • Wenn er oder sie zurückbleibt, fehlen wichtige Informationen im Remote-Onboarding-Programm?
  • Welche Tools oder Lernstrategien kann eine Organisation anwenden, um sie schneller produktiv zu machen?

Bei der Analyse der Antworten können Unternehmen den Onboarding-Prozess sofort an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen und verbessern.

Dies wiederum wird zu einer Verbesserung der Leistung und des Wohlbefindens der Mitarbeiter führen, was in Zeiten sozialer Distanzierung noch wichtiger ist.

 

5. Personalisierung & inklusive Onboarding

Das HR Trend Institute gibt an, dass sich der HR-Sektor viele Jahre lang stark auf Standardisierung und eine einheitliche Strategie konzentriert hat. Jetzt bewegen wir uns jedoch in Richtung eines individuelleren Ansatzes, der die individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Fähigkeiten jedes Mitarbeiters im Kern berücksichtigt.

Jedes Team verfügt über eigene Prozesse, Tools und wichtige Ansprechpartner. Daher benötigt jeder neue Mitarbeiter unterschiedliche Informationen zu unterschiedlichen Zeitpunkten während seiner Employee Journey.

HR muss in der Lage sein, Anpassungen anzubieten, da jede Person anders ist. Mithilfe eines digitalen Onboarding-Tools wie Appical ist es für Unternehmen einfacher, mehrere Onboarding-Journeys basierend auf dem Standort, der Abteilung oder der Rolle, in der der neue Mitarbeiter zu arbeiten beginnt, zu erstellen und anzupassen.

Zieht beispielsweise ein neuer Mitarbeiter aus einem anderen Land um, um für den Arbeitgeber zu arbeiten? Geben Sie in ihrem Onboarding-Programm Informationen über das neue Land, ihre Kultur, wie Sie eine Arbeitserlaubnis erhalten, wie sie eine Unterkunft finden und wie sie sich bei der Gemeinde registrieren.

Erstellen Sie ein aussagekräftiges Onboarding-Erlebnis, indem Sie die individuellen Bedürfnisse berücksichtigen und Ihrem neuen Mitarbeiter das Gefühl geben, vom ersten Tag an zu Ihrem Unternehmen zu gehören.

Die Bereitstellung personalisierter Informationen führt zu einem persönlicheren und umfassenderen Onboarding-Prozess, der den Erfolg der Mitarbeiter und des Unternehmens steigert.

Sie möchten Ihren Onboarding Prozess digitalisieren? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

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